Daneben behandeln wir regelmäßig Überlastungsprobleme, die sich schleichend entwickeln und ohne rechtzeitige Therapie chronisch werden können. Häufig betroffen sind Läufer, Radfahrer oder Triathleten. Klassische Diagnosen in diesem Bereich sind das Läuferknie (Iliotibialband-Syndrom / ITBS), Patellasehnenreizungen oder das Patellaspitzensyndrom (Jumpers Knee), die vor allem durch einseitige Belastungen, muskuläre Dysbalancen oder Trainingsfehler entstehen. Auch das Schienbeinkantensyndrom (Shin Splints) gehört zu den typischen Überlastungssyndromen, ebenso wie Achillessehnenreizungen, die bei Sprung- und Laufsportarten häufig vorkommen. Bei Ballsportarten sind zusätzlich Schulterverletzungen, wie Rotatorenmanschettenreizungen oder Schultereinklemmungen (Impingement), verbreitet. All diese Verletzungen erfordern ein gezieltes, aktives und sportartspezifisches Therapiekonzept, um eine vollständige Funktionswiederherstellung zu ermöglichen.
Unser Therapie- und Rehabilitationskonzept folgt einem klar strukturierten, wissenschaftlich fundierten Aufbau, der den natürlichen Heilungsverlauf unterstützt und zugleich sportliche Leistungsfähigkeit gezielt wieder aufbaut. Der Ablauf gliedert sich in drei Phasen – passiv, assistiv und aktiv. Nach akuten Verletzungen oder Operationen beginnt die Therapie mit passiven Maßnahmen zur Schmerzlinderung, Entzündungsreduktion und Mobilisierung. Diese Phase schafft die Grundlage für den weiteren Heilungsprozess. In der darauffolgenden assistiven Phase wird die Behandlung zunehmend aktiver: Durch gezielte manuelle Techniken, PNF (Propriozeptive Neuromuskuläre Fazilitation) und erste Eigenübungen werden Bewegungsabläufe reaktiviert und die Muskelkoordination verbessert.
Sobald die Belastbarkeit zunimmt, beginnt die aktive Phase, die das Herzstück der Rehabilitation bildet. Hier erfolgt die schrittweise Rückkehr in die Belastung – individuell angepasst und sportartspezifisch. In den sogenannten GESUND Leveln 1 bis 4 werden Kraft, Ausdauer, Stabilität und Koordination systematisch aufgebaut. Ziel ist es, Bewegungen nicht nur schmerzfrei, sondern kontrolliert, kraftvoll und effizient auszuführen. Dadurch können wir sicherstellen, dass die Rückkehr in Training und Wettkampf ohne Kompromisse und mit minimalem Risiko für erneute Verletzungen erfolgt.